Über das Tierporträt
 
Entwicklungsstudien Technik
Ende April 2005 haben wir uns zum Aufbau des Tierporträts entschlossen. Unsere ersten Erfahrungen beim Aufbau eines Lexikons sammelten wir bereits bei der Entwicklung des www.gemüselexikons.ch.
Messungen haben gezeigt, dass ein Grossteil der Surfer mit 15 oder 17 Zoll Monitoren im Netz herumsurft. Vermutlich ist der relativ hohe Laptop Anteil ausschlaggebend. Damit wir möglichst grosse und schöne Bilder publizieren können, haben wir auf ein aufwändiges Homepage Design verzichtet. Die meisten Benutzer möchten so oder so nicht stundenlang die Verpackung beklatschen sondern den gesuchten Inhalt finden. So legten wir unsere Aufmerksamkeit auf Funktionalität. Der Aufbau soll ein flüssiges Arbeiten ermöglichen, eine gute Übersicht bieten und den verschiedensten Suchgewohnheiten der Nutzer entgegenkommen. Üblicherweise werden Homepages durch ein CMS (Content Management System) verwaltet. Diese Homepages tragen die Navigation meistens an den Seiten und dem oberen Bildschirmrand. Der eigentliche Inhalt erscheint dazwischen und ist oft erst nach langem hin und her scrollen (Seitenbalken rauf und runter schieben) ganz zu lesen. Dabei verschwindet die Navigation aus dem Blickfeld und muss bei der Weiterarbeit erneut gesucht werden. Der grosse Vorteil der CMS liegt in der einfachen Handhabung für den Webmaster und dem massiv erhöhten Traffic für die Statistik. Indem die ganze Seite immer wieder ganz geladen wird, entstehen scheinbar hohe Zugriffsraten und Besucherzahlen. Zudem wird gemunkelt, dass die Suchmaschinen diese Seiten besser lesen und auch höher bewerten als andere.
  Zugunsten unserer Besucher, haben wir uns für die Frame-Technologie entschieden. Dabei bleibt die Navigation, auch beim Blättern im Inhalt, immer sichtbar und ruhig an der gleichen Stelle. Der Besucher behält den Überblick und die Kontrolle. Zudem haben wir die Navigation auf die rechte Bildschirmseite gelegt. Da der Inhalt interessiert und die Texte von links nach rechts gelesen werden, ist es auf Dauer bequemer.
Natürlich wäre es möglich alle Texte und Daten aus der Datenbank zu lesen und die Inhaltsseiten dynamisch aufzubauen. Dadurch würde das publizieren der Porträts stark vereinfacht. Aber, zum einen verlangsamen die relativ grossen Bilder den Seitenaufbau und die hohen Datenbank Zugriffsraten reduzieren die Geschwindigkeit ebenfalls. Um dem Besucher, trotz grosser Bilder, einen raschen Zugang zu ermöglichen, haben wir uns für statische Seiten entschieden.

Nach all den Überlegungen, kommt das Tierporträt in schlichtem Design und mit einfacher Navigation daher. Die Homepage wird dank der Frame-Technik auch nicht so hohe Besucher und Zugriffszahlen ausweisen, wie dies üblicherweise der Fall ist.
Wir hoffen, dass die gewählte Form dem Nutzer in die Hand arbeitet und ihn möglichst rasch zum gewünschten Inhalt führt.

 
Entwicklungsstudien Inhalt
Nach Durchsicht vieler Lexika in Buchform und auch, soweit damals vorhanden, in online Form, wollten wir unseren eigenen Weg finden.
Für uns war relativ rasch klar, die Texte enthalten sehr viele Wiederholungen. Oft wiederkehrende Redewendungen wie: "das Tier XY legt 3 bis 6 Eier in eine Bodenhöhle, ist 3 m lang und sucht sich seine Beute am Tage…" veranlassten uns einen recht umfangreichen Steckbrief zu erstellen. Wir gehen davon aus, dass unser Besucher die "3 bis 6" Eier selbst in einen geeigneten Satz verpacken kann. Wir können so auf textaufblähende Redewendungen verzichten und uns auf das wesentliche konsentrieren. Was ist das wesentliche? Über manche Tiere lassen sich ganze Bücher schreiben (Elefanten, Zebras ect.), über andere nur gerade den lateinischen oder wissenschaftlichen Namen. Besonders die Insekten sind noch weitgehendst unerforscht. Von den 30tausend Insektenarten, die man alleine in der Schweiz vermutet, wurden bisher erst 1/3 wissenschaftlich bestimmt. So stellte sich für uns die Frage, ob fehlendes Wissen, im Steckbrief zu einer Leerzeile führt oder ob die Zeile gar nicht erst angezeigt wird. Wir haben uns für die Leerzeile entschieden. Es ist auch wichtig zu sehen, welches Wissen uns bei der Veröffentlichung des Datensatzes zur Verfügung stand und welches fehlte. Konnten wir bei einem Tier Besonderheiten oder Zusatzwissen recherchieren, haben wir dieses in den zwei Textblöcken "Sozialverhalten" und "Beschreibung" untergebracht. Der Text sollte nicht zu lang werden, da es zu den einzelnen Tieren oft auch spezifische Bücher gibt und weil wir nicht ein Buch publizieren wollen, sondern ein Porträt. Konnte kein zusätzlicher Text recherchiert werden blieb die Rubrik leer. Andere Homepages packen in dieser Situation, ihre Steckbrief in Sätze und wollen so den Eindruck erwecken, unsere Homepage hat mehr Infos als andere. Wir fanden, lieber eine leere Stelle, als die Qualität zu verdünnen.

  Im Tierporträt fehlt die genaue Tierbeschreibung in der Form von: "Das Tier hat zwei Beine, einen Kopf und eine gelbe Schwanzfeder die es von anderen unterscheidet…". Solche Differenzierungen und Artbeschreibungen geben der Homepage ein professionelles Aussehen. Aber, wem nutzen sie? Der normale Besucher soll anhand guter Fotos das Tier erkennen und bestimmen können. Textliche Beschreibungen verwirren in den meisten Fällen, sind schlecht merkbar und dienen in der Natur nur selten als Bestimmungshilfen. Ein eingeprägtes Foto hilft da schon eher. Für den üblichen Benutzer sind diese Angaben meist wertlos und für den wirklichen Wissenschaftler sicher zu ungenau.

Unlängst entdeckten wir beim Surfen auf einer Käferseite, dass alle Käfer eine Stecknadel im Rücken hatten. Wir haben uns entschlossen nur Fotos von lebenden Tieren zu publizieren. Wir möchten nicht den Ruf einer Leichenhalle erhalten.

Bisher haben wir die Arbeitsleistung von rund 4 Mannjahren in den Aufbau des Tierporträts investiert. Ein paar weitere werden wohl noch folgen….

Wir wünschen allen Besuchern eine interessante, lehrreiche und schöne Zeit auf den Seiten des Tierporträts.

Im November 07
MediaTime GmbH
E. und Ch. Wälti